
Der Weihrauch im
Räuchergefäss ist nun entzündet.
Alle Dharma-Welten erfüllt er
mit seinem Duft.
Die ozeanweite Versammlung
der Buddhas nimmt ihn von Ferne wahr.
Glückverheißend sind die
Wolken, die sich jetzt überall hin ausbreiten.
Weil wir mit aufrichtigem
Herzen bitten,
erscheinen nun alle Buddhas
hier.
Verehrung den Bodhisattva-Mahāttvas
in den baldachingleichen Weihrauchwolken! (3-mal)
Verehrung dem Buddha und
der Bodhisattvas im Lotusteich! (3-mal)
Einstmals weilte der Buddha in Srāvasati, im Jeta-Haine,
im Garten des Anāthapindata, zusammen mit 1250 großen Bhiksus, die
sämtlich wohlbekannte und allseits geachtete große Arhats waren, wie die
Ältesten Śāriputra,
Mahāmaudgalyāyana,
Mahākāśyapa,
Mahākatyāyana, Mahākaustila, Revata,
Śuddhipanthaka, Nanda, Ānanda, Rāhula, Gavāmpati, Pindola-Bharadvāja, Mahākapphina, Vakkula
und Aniruddha, und mit anderen
großen Jüngern, und auch mit Bodhisattva-Mahāsattvas, wie
Mañjuśrĩ, dem Dharma-Prinzen,
dem Bodhisattva Ajita, dem
Bodhisattva Gandhahastin und dem
Bodhisattva Nidyodyukta und mit anderen großen Bodhisattvas, wie auch mit Śakra, dem Herrn der Götter, und zahllosen
Heerscharen von anderen göttlichen Wesen.
Zu jener Zeit sprach der
Buddha zu dem Ältesten Śāriputra:
„Westlich von hier, hinter
zehn Milliarden Buddhaländern, gibt es eine Welt, die ‚Sukhāvatī‘
genannt wird. In jenem Land lebt ein Buddha mit Namen ‚Amitābha‘, der
jetzt den Dharma darlegt.
Śāriputra, warum
wird jenes Land ‚Sukhāvatī – Höchste Glückseligkeit‘ genannt?
Man nennt es so, weil die
Wesen dort keinerlei Leiden erfahren, sondern sich jeder Glückseligkeit
erfreuen. Deshalb wird es ‚Sukhāvatī‘ genannt.
Überdies,
Śāriputra, ist Sukhāvatī von sieben Reihen von Geländern,
von sieben Reihen von Netzgeweben und von sieben Reihen von Bäumen umgeben,
alle aus den vier Kostbarkeiten gebildet.
Daher wird dieses Land
‚Sukhāvatī‘ genannt.
Überdies, Sāriputra,
gibt es in diesem Land ‚Sukhāvatī‘ einen Teich aus sieben
Edelsteinen, gefüllt mit dem Wasser der Acht Vortrefflichkeiten. Der Grund des
Teiches ist mit reinem Goldsand bedeckt.
An seinen vier Ufern gibt es
Treppen aus Gold, Silber Lapislazuli, Kristall. Oben erheben sich Paläste, die
mit Gold, Silber Lapislazuli, Kristall, Perlmutt, roten Korallen und Karneol
geschmückt sind.
In dem Teich blühen
Lotusblumen so groß wie Wagenräder, von denen die blauen bläulich, die gelben
gelblich, die roten rötlich und die weißen weißlich leuchten. Sie sind zart,
wunderbar, wohlduftend und rein.
Mit solchem Verdienstschmuck,
Śāriputra, ist jenes Land Sukhāvatī vollendet.
Überdies ertönt in jedem
Buddhaland stets himmlische Musik. Der Boden ist aus Gold.
Zu den sechs Tages- und
Nachtzeiten regnet es Mandārava-Blüten vom Himmel hernieder.
Und jeden Tag in der
Morgendämmerung füllen die Lebewesen in diesem Land den Saum ihrer Gewänder mit
diesen Blumen und bringen sie den zehn Milliarden Buddhas in den Welten der
anderen Himmelsrichtungen dar.
Zur Mittagszeit kehren sie in
ihr eigenes Land zurück. Und nachdem sie ihr Mal eingenommen haben, wandeln sie
dort mit Achtsamkeit im Kreis einher.
Mit solch einem
Verdienstschmuck, Śāriputra, ist jenes Land Sukhāvatī
vollendet.
Außerdem,
Śāriputra, gibt es in jenem Land stets viele Arten seltener Vögel von
verschiedener wunderbarer Farbe, Kraniche, Pfauen, Papageien,
Śārikās, Kalavinkas und Jīvamjīvakas.
Zu den sechs Tages- und Nachtzeiten
singen diese verschiedenen Vögel mit wohlklingenden Stimmen und verkünden die
Fünf Fähigkeiten, die Fünf Kräfte, die Sieben Erleuchtungsglieder, den edlen
Achtfachen Pfad und viele andere solcher Dharmas.
Wenn die Wesen in jenem Land
diese Klänge hören, wenden sie alle ihren Geist dem Buddha, dem Dharma und dem
Sangha zu. Doch denke nicht, Śāriputra, dass diese Vögel als Folge
früherer Verfehlungen geboren sind.
Und warum nicht? In jenem
Buddhaland gibt es keinen der drei abwärts führenden Pfade.
Śāriputra, in jenem
Buddhaland sind noch nicht einmal die Namen der drei abwärts führenden Pfade
bekannt. Noch weniger gibt es diese selbst dort. Alle Vögel sind vom Buddha
Amitābha hervorgebracht,
der durch sie unablässig den
Dharma darlegt.
Śāriputra, wenn in
jenem Buddhaland ein sanfter Wind durch die Reihen der Juwelenbäume und der
Juwelennetzgewebe weht, ruft er dabei solch zarte und wunderbare Klänge hervor,
als ob hunderttausend Weisen zur gleichen Zeit in Harmonie gespielt würden.
Alle, die diese Klänge
vernehmen, wenden ihren Geist ganz von selbst dem Buddha, dem Dharma und dem
Sangha zu.
Mit solchem Verdienstschmuck,
Śāriputra, ist jenes Buddhaland vollendet.
Was denkst du,
Śāriputra, warum wird dieser Buddha „Amitābha - Unbegrenztes
Licht“ genannt?
Śāriputra, der
Lichtglanz dieses Buddhas ist grenzenlos und durchstrahlt ohne Hindernisse die
Buddhaländer in den zehn Richtungen. Deshalb wird er „Amitābha“ genannt.
Śāriputra, seit
Amitāyus Buddhaschaft erlangt hat, sind jetzt zehn Kalpas vergangen.
Außerdem,
Śāriputra, hat dieser Buddha zahllose Srāvakas als Schüler um
sich versammelt, die alle Arhats sind. Ihre Zahl ist unermesslich groß, wie
auch die der dort versammelten Bodhisattvas.
Mit solchem Verdienstschmuck,
Śāriputra, ist jenes Buddhaland vollendet.
Überdies,
Śāriputra, fallen die Lebewesen, die in dem Land Sukhāvatī
geboren werden, nie mehr zurück. Unter ihnen sind viele, die schon im nächsten
Leben den Platz eines Buddha einnehmen werden.
Ihre Anzahl ist unermesslich
groß, man kann sie nicht zählen.
Nur in unendlich vielen
Asamkhyeya-Kalpas können sie gezählt werden.
Śāriputra, die
Lebewesen, die alles dieses hören, sollten den festen Entschluss fassen, in
jenem Lande geboren zu werden. Und warum?
Weil sie auf solche Weise mit
jenen vortrefflichen Wesen Gemeinschaft haben können.
Śāriputra, es ist
aber nicht möglich, aufgrund weniger heilsamer Wurzeln von Verdiensten und
Tugenden in jenem Lande geboren zu werden.
Śāriputra, wenn ein
rechtschaffener Mann oder eine rechtschaffene Frau, die den Namen des Buddha
Amitābha gehört haben, diesen einen oder zwei oder drei oder vier oder
fünf oder sechs oder sieben Tage lang mit unbeirrtem und gesammelten Geiste
festhalten, wird der Buddha Amitābha mit seiner Heiligen Gemeinde in ihrer
Todesstunde vor ihnen erscheinen.
Wenn ihr Ende naht, wird ihr
Geist nicht in Verwirrung fallen, und sie werden sogleich in Amitābhas
Land Sukhāvatī geboren werden.
Śāriputra, weil ich
diesen Nutzen sehe, spreche ich solche Worte.
Die Lebewesen, welche diese
hören, sollten den festen Entschluss fassen, in jenem Lande geboren zu werden.
Śāriputra, wie ich
jetzt den Nutzen der unermesslichen Verdienste des Buddha Amitābha preise,
so gibt es in östlicher Richtung
Buddha Aksobhya,
Buddha Merudhvaja, Buddha
Mahāmeru, Buddha
Meruprabhāsa, Buddha Maňjusvara
und viele andere Buddhas, so zahllos wie die Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Śāriputra, in den
Welten in südlicher Richtung gibt es
Buddha
Candrasūryapradīpa, Buddha
Yaśahprabha, Buddha
Mahārciskandha, Buddha
Merupradīpa, Buddha
Anantavīrya und viele andere
Buddhas, so zahllos wie die Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Śāriputra, in den
Welten in westlicher Richtung gibt es
Buddha Amitāyus, Buddha Amithaskandha, Buddha Amitadhvaja, Buddha Mahāprabha, Buddha
Mahāraśmiprabha, Buddha
Mahāratnaketu, Buddha Śuddharaśmiprabha und viele andere Buddhas, so zahllos wie
die Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Śāriputra, in den
Welten in nördlicher Richtung gibt es
Buddha Arciskandha, Buddha
Variśvānaranirghośa,
Buddha Duspradarśa, Buddha Āditysambhava, Buddha Jaleniprabha und viele andere Buddhas, so zahllos wie die
Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Śāriputra, in den
Welten in der unteren Richtung gibt
es
Buddha Simba, Buddha Yaśas, Buddha Yaśahprabhās, Buddha Dharma, Buddha Dharmadvyaja, Buddha Dharmadhara und viele andere Buddhas, so zahllos wie die
Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Śāriputra, in den
Welten in der oberen Richtung gibt es
Buddha Brahmaghosa, Buddha Naksatrarāja, Buddha Grandhottama, Buddha Grandharprabhāsa, Buddha Mahārciskandha, Buddha
Ratnakusumasampuspitagātra, Buddha
Sālendrarāja, Buddha
Ratnotpalaśrī, Buddha
Sarvārthadarśin, Buddha
Samerukalpa und viele andere Buddhas,
so zahllos wie die Sandkörner im Ganges.
Jeder von ihnen bedeckt von
seinem Land aus das dreimaltausendfache Grosse Weltsystem mit seiner breiten
und langen Zunge und spricht diese Wahrheitsworte:
„Ihr Lebewesen sollt diesem
Sūtra vertrauen, das unermessliche Verdienste preist und von allen Buddhas
beschützt wird.“
Was denkst du, Śāriputra?
Warum wird dies „das von
allen Buddhas beschützte Sūtra“ genannt?
Śāriputra, wenn
rechtschaffene Männer oder rechtschaffene Frauen dieses Sūtra hören, es
annehmen und daran festhalten und die Namen all dieser Buddhas vernehmen, dann
werden diese rechtschaffenen Männer und diese rechtschaffene Frauen von allen
Buddhas beschützt.
Sie werden auf dem Pfad zur
Höchsten Vollkommenen Erleuchtung nicht mehr zurückfallen.
Deshalb, Śāriputra,
solltet ihr alle meine Worte wie auch die der anderen Buddhas vertrauensvoll
annehmen.
Śāriputra, welche
Menschen auch immer den festen Entschluss gefasst haben, jetzt fassen oder
künftig fassen werden, im Lande des Buddha Amitābha geboren zu werden,
diese alle werden unwiderruflich niemals mehr von der Höchsten Vollkommenen
Erleuchtung zurückfallen.
Sie sind entweder bereits
dort geboren oder werden jetzt oder künftig dort geboren werden.
Deshalb, Śāriputra,
sollten die rechtschaffenen Männer und alle rechtschaffenen Frauen, wenn sie
Vertrauen hegen, den festen Entschluss fassen, in jenem Lande geboren zu
werden.
Śāriputra, so wie
ich jetzt die unermesslichen Verdienste all jener Buddhas gepriesen habe,
preisen auch sie meine unermesslichen Verdienste und sprechen: „Buddha
Śākyamuni vermag seltene und äußerst schwierige Taten vollbringen.
In der Sahā-Welt, in der
üblen Zeit der fünffachen Trübung nämlich der Trübung des Kalpa, der Trübung
der Ansichten, der Trübung der Leidenschaften, der Trübung der Lebewesen und
der Trübung der Lebensdauer, hat er die Höchste Vollkommene Erleuchtung erlangt
und legt den Lebewesen diesen Dharma dar, dem die Welt nur schwer Glauben
schenken wird.
Śāriputra, du
sollst wissen, dass ich in dieser üblen Zeit der fünffachen Trübung das
schwierige Werk vollbracht habe, die Höchste Vollkommene Erleuchtung zu
erlangen und zum Heile aller Wesen diesen Dharma darzulegen. Dies ist wahrlich
sehr schwierig!“
Als der Buddha dieses
Sūtra beendet hatte, da nahmen Sāriputra und all die anderen Bhiksus,
alle Götter und Menschen und Asuras und alle Welt seine Worte voller Freude
gläubig an. Sie bekundeten ihm ihre Verehrung und gingen ihres Weges.
Amitābha-Sūtra von Buddha gelehrt.
Dhāranī der Läuterung
von allen karmischen Hindernissen und der Hingeburt ins Lautere Land:
Namo
amitābhāya tathāgatāya
Tadyathā:
amŗta-vikrānte
amŗta-vikrānta
gāmini
gagana
kŗti-kare svāhā
Na mo a mi
duo po ye
Duo tuo qie
duo ye
Duo di ye tuo
A mi li du po bi
A mi li duo xi dan po bi
A mi li duo bi jia lan di
A mi li duo bi jia lan duo
qie mi ni qie qie nuo
Zhi duo jia
li shuo po ho
(n-mal)
Golden
leuchtet der Körper Amitābha-Buddhas.
Unvergleichlich sind seine
Merkmale und Kennzeichen, wie auch sein strahlendes Licht.
Seine
weiße Urnā windet sich hoch wie fünf
Sumeru-Berge.
Seine violetten Augen sind
tiefgründig und klar wie die vier Weltmeere.
In seinem Lichtglanz
erscheinen zahllose Myriaden von Verwandlungs-Buddhas,
wie auch unendlich viele
Verwandlungs-Bodhisattvas.
Mit seinen 48 Gelübden bringt
er die Wesen hinüber und lässt alle neun Rangstufen das andere Ufer erreichen.
Verehrung dem allgütigen und allerbarmenden
Buddha Amitābha
Im westlichen Gefilde
Sukhāvatī!
Verehrung dem Buddha
Amitābha!
Amitābha!
Ich
bekenne mich zum Buddha und wünsche mir, dass alle Lebewesen die höchsten
Doktrinen verstehen und das größte Gelübde ablegen.
Ich
bekenne mich zur Lehre Buddhas und wünsche mir, dass alle Lebewesen sich im
Sutra vertiefen und so in den Ozean der Weisheit gelangen.
Ich
bekenne mich zur Gemeinschaft der Jünger Buddhas und wünsche mir, dass alle
Lebewesen eine Harmonische Gemeinde ohne Hindernisse führen können.
Den
heutigen Verdienst übertrage ich auf sämtliche fühlende Lebewesen und
Dharmawelten, sowie auf Buddha, Dharma und Sangha.
Ich
gelobe, unzählige fühlende Lebewesen mitzubefreien.
Ich
gelobe, endlose Qualen abzuschlagen.
Ich
gelobe, grenzenlose Dharmamethoden zu erlernen.
Ich
gelobe, überweltliche Buddhaschaft zu erreichen.